Stationäre Angebotsformen
In den letzten Jahrzehnten haben wir die erzieherischen Hilfen kontinuierlich weiter entwickelt und differenziert. Bestehende Hilfen haben sich fachlich entwickelt und neue Angebote sind entstanden.
Wir bieten in unseren sechs stationären Wohngruppen Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden Schutz und Unterstützung in Krisen und einen Lebensort für mittel- oder längerfristige Perspektiven.
Von unseren sechs Wohngruppen befinden sich vier Gruppen im Verbund des Haupthauses.Zwei Außenwohngruppen befinden sich in Nachbar-stadtteilen. Jede Wohngruppe für sich handelt in eigenverantwortlichen Strukturen inklusive Budget und Ressourcenausstattung.
Unter dem Begriff der Partizipation beteiligen wir die Kinder und Jugendlichen soweit wie möglich von Anfang an den Prozessverläufen bereits mit der Aufnahme. Als wichtiges Gremium haben wir für die gesamte Einrichtung einen Kinderaussschuss mit eigener Budgetverantwortung, der sich aus gruppenintern gewählten Gruppensprecherinnen und Gruppensprechern zusammensetzt sowie von den Kindern und Jugendlichen gewählte Pädagoginnen und Pädagogen.
Als Ergänzung zu unserer gruppenpädagogischen Arbeit und zur Vorbereitung einer Reintegration in die Familien besitzt unsere differenzierte Eltern- und Familenarbeit einen hohen Stellenwert.Wir wenden verschiedenste Methoden, wie regelmäßige Beratungsgespräche, Arbeit mit Video (Video-Home-Training), Elternkurse und Familienbildungswochenenden sowie Familienfreizeiten an.
Im Rahmen unserer ständigen konzeptionell-flexiblen Weiterentwicklung bieten wir seit 2008 eine "Fünf -Tage-Gruppe" (Sozialpädagogische Wochengruppe) an, um die Schnittstelle zwischen den stationären Wohngruppen und den Heilpädagogischen Tagesgruppen fachlich sinnvoll zu ergänzen.
Seit Januar 2009 führen wir im Auftrag der Stadt Münster die Inobhutnahme/Abklärung gemäß SGB VIII, § 42 durch.
Hierfür stellen speziell zugeschnittene Räumlichkeiten im Haupthaus für männliche Jugendliche ab 13 Jahren zur Verfügung.