Diakonie Münster

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Diakonie Münster e.V., 18. Januar 2018

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Diakonie Münster lädt zum Jahresempfang und präsentiert starke Perspektiven für 2018 – nach innen und nach außen.

Ulrich Schülbe, Vorstand der Diakonie Münster, begrüßt im Factory Hotel viele Gäste.

Die geladenen Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirchen sowie der eigenen Mitarbeiterschaft folgten der Einladung zum Jahresempfang.

 

Mit Blick auf das Sturmtief „Friederike“ bot sich ein Bild mit Symbolkraft. „Wir freuen uns sehr, dass Sie den Weg in turbulenten Zeiten auf sich genommen haben, um mit uns gemeinsam auf das vergangene Jahr zurück und auf unsere Perspektiven für das Jahr 2018 zu schauen.“ Die besondere Herausforderung der diakonischen Arbeit liege darin, auch weiterhin tagesaktuell auf die vielfältigen sozialen Herausforderungen zu reagieren und gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort als sozialer Partner aktiv mitzugestalten, so Schülbe. Die vier Geschäftsbereiche der Diakonie Münster werden dabei weiterhin einen besonderen Fokus auf die Quartiersentwicklung legen, sodass soziale Aufgaben stadtteilorientiert stattfinden.  

Um diese Ziele verfolgen zu können, bedarf es einer ebenso zukunftsfähigen Organisation nach innen wie nach außen. Hier stehen für die kommenden Jahre umfangreiche Investitionsmaßnahmen auf der Agenda. Neben baulichen und energetischen Sanierungsarbeiten im Bestand sind verschiedene Neubauprojekte vorgesehen, die eine Vernetzung von Angeboten der Geschäftsbereiche untereinander und in den jeweiligen Stadtteilen vorantreiben werden. Positiv beschieden wurden bereits die Planungen zur Errichtung eines diakonischen Zentrums an der Westhoffstraße. Durch diese Präsenz soll auf das sozialraumorientierte Angebot der Diakonie im Stadtteil Kinderhaus aufmerksam gemacht werden. Hier werden künftig drei Nutzungen in einem Gebäudekomplex untergebracht: eine Jugendwohngemeinschaft, eine Heilpädagogische Tagesgruppe sowie Angebote aus der Beratungs- und Bildungsarbeit.

Auch unabhängig von Stadtteilzentren Präsenz im städtischen Raum zu zeigen, wird darüber hinaus eines der organisatorischen Hauptthemen im Jahr 2018 sein. Mit Auslaufen des Mietvertrags für den Hauptstandort des Geschäftsbereichs IV Beratung und Bildung am Hörsterplatz wird ab Mitte 2019 ein neuer innerstädtischer Standort als Vertretung der Diakonie gesucht. In diesem Zusammenhang soll derzeit die potentielle Bebauung des Grundstücks Bergstraße in direkter Nachbarschaft zur St. Johanneskapelle der Apostel-Kirchengemeinde geprüft werden. Durch einen Neubau könnten erstmals die umfangreichen diakonischen Dienste unter einem Dach angeboten und dadurch sinnvolle Synergien genutzt werden.

Darüber hinaus gab Ulrich Schülbe den Gästen Einblicke, was es bedeutet, die Diakonie als sozialen Dienst der evangelischen Kirchen wirtschaftlich stark in die Zukunft zu führen. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an über 50 Standorten in Münster und Umgebung ist die Diakonie Münster bedeutender Arbeitgeber in der Region. Dabei sind sich die Verantwortlichen bewusst, dass sich nicht nur das soziale Angebot stetig an gesellschaftliche Entwicklungen anpassen muss. Als Arbeitgeber befindet sich auch die Diakonie Münster im Wettbewerb mit anderen Unternehmen um qualifizierte Mitarbeiter. Eine wichtige Säule der Personalpolitik ist daher die Investition in den Aufbau eigener Nachwuchskräfte. Allein 72 junge Menschen befinden sich derzeit in Ausbildung oder absolvieren Praktika bei der Diakonie Münster.

Als weiterer Schritt, die Wertorientierung auch nach innen zu kommunizieren, ließ sich die Diakonie Münster zudem bereits im Jahr 2016 durch das Institut Great Place to Work im Zuge einer Mitarbeiterbefragung hinsichtlich Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen unabhängig evaluieren. Hier zeigten sich positive Ergebnisse, die gleichzeitig die Basis zur stetigen Weiterentwicklung bilden.

Grüne Diakonie

Mit sozialer Verantwortung geht auch ein ökologisches Bewusstsein einher, das die Diakonie Münster schärfen möchte. Dabei gehen Ökologie und Ökonomie Hand in Hand. Durch energiebewusstes Handeln und strategischen Energieeinkauf können hier mittlerweile erhebliche Einsparungen erzielt werden. Seit November 2017 bezieht die Diakonie zu fast 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Einzig am Standort Reckenfeld werden die nötigen technischen Anpassungen noch vorgenommen. Durch die bereits ergriffenen Maßnahmen konnte die Diakonie Münster den Ausstoß von 587 Tonnen CO2 Einsparen. Die Menge entspricht in etwa dem Ausstoß von 250 Vier-Personenhaushalten im Jahr.

Die bestehende Fahrzeugflotte der Diakonie Münster, die einen Pool von rund 65 Fahrzeugen umfasst, soll zukünftig auch um Elektrofahrzeuge ergänzt werden.

Across the Bo(a)rders

Als Gastreferent gab Torben Oberhellmann, Vorstand und Projektkoordinator der Initiative skate-aid, einen lebhaften Überblick über das weltweite Engagement sowie konkret über das Erfolgsprojekt „Across the Bo(a)rders“ im Skaters Palace am Dahlweg in Münster. Das Angebot in Kooperation mit der Diakonie Münster richtete sich an unbegleitete minderjährige Ausländer. Ziel des pädagogischen Programms, das skate-aid verfolgt, ist es, die Jugendlichen an das Skateboarding heranzuführen und darüber in ihrer Sozialkompetenz und Selbstbestimmung stark zu machen. Norbert Siebers, Bereichsleiter Jugendhilfe der Kinder-, Jugend- und Familiendienste der Diakonie Münster dankte Oberhellmann für die gelungene Kooperation. Beide betonten, insbesondere das unbürokratische Handeln habe begünstigt, dass den unbegleiteten Jugendlichen ein schneller Einstieg und Teilhabe an Freizeitangeboten ermöglicht werden konnte. Das Workshop-Konzept fand medial große Beachtung.

 

Neben dem offiziellen Programm bot der Jahresempfang Möglichkeit zum Austausch zwischen den verschiedenen Vertretern. Mit Blick auf das noch junge Geschäftsjahr konnten hier Impulse aufgegriffen und diskutiert werden.