Diakonie Münster

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Diakonie Münster, 23. August 2018

Verdienstorden des Landes NRW für Dr. Manfred Pollert

Ministerpräsident Armin Laschet zeichnet im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Dyck in Jüchen Dr. Manfred Pollert für sein überragendes Engagement mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen aus.

  

Aufgrund seines unermüdlichen Engagements kennt man Dr. Manfred Pollert im Stadtteil auch als „Motor für ein friedvolles Miteinander"“. 1993 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Verdienste rund um die Grundschulpädagogik und sein ehrenamtliches Engagement für Alt und Jung ausgezeichnet, 1999 mit der Münsternadel.

39 Jahre lang war er als Lehrer tätig - davon leitete er als Rektor fast 30 Jahre lang die Grundschule Berg Fidel. Als Pädagoge waren Integration und Inklusion schon immer wichtige Themen für ihn. Als er in den 70er Jahren hier nach Berg Fidel kam, nahm er natürlich den im Vergleich zum Stadtgebiet doch relativ hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund wahr. "Wir haben uns in unserer Arbeit aber stets darum bemüht, dies als besondere Chance zu nutzen und unsere Schule als multikulturellen Lebensraum zu verstehen, in dem jeder einzelne von der Vielfalt des anderen lernt und profitiert. Gemeinsam haben wir mit dem Kollegium über die Jahre viele Projekte anstoßen können. Schon in den 80er Jahren entwickelten wir ein Ganztageskonzept für eine integrative und inklusive Grundschule. Als ein weiterer Meilenstein ist sicherlich auch die Einführung der schulgebundenen Sozialarbeit zu nennen. Je mehr wir auch die Vernetzung innerhalb des Stadtteils vorangetrieben haben, umso weniger konnte man Berufstätigkeit und ehrenamtliches Engagement trennscharf voneinander unterscheiden."

1997 gründete er den Förderverein „Alte Post - Berg Fidel“ e.V. des Bürger- und Beratungszentrums „Alte Post - Berg Fidel“ mit dem „Zweck der Förderung von Jugend- und Altenhilfe, des Wohlfahrtswesens, Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, der Erziehung und Bildung, sowie der Kunst und Kultur“ im Stadtteil.                                              

Zudem war er 41 Jahre Mitglied und Vorsitzender des Kuratoriums des Seniorenzentrums Haus Simeon der Stationären Seniorendienste der Diakonie Münster. Im Frühjahr 2018 wurde er aus dem Kuratorium verabschiedet. "Gemeinsam mit dem Sozialen Dienst des Hauses entwickelten wir ein Konzept für seelsorgerliche Betreuung und eine Arbeitsgruppe für eine Lebens- und Sterbebegleitung im Haus Simeon. Es ist schön für mich, dass ich dort bei Andachten, Aussegnungen, Trauerfeiern und Gottesdiensten als Laienprediger noch immer gebraucht werde. Ich bin heute 80 Jahre alt und blicke mit einiger Zufriedenheit darauf zurück, dass wir hier einiges bewegen konnten und dass im Stadtteil nun jüngere Menschen das Miteinander aufrechterhalten und bewahren."  

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