Diakonie Münster

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Diakonie Münster, 17. Januar 2019

Diakonisch Handeln. Gesellschaft gestalten. 

Die Diakonie Münster lädt zum Jahresempfang und präsentiert Rück- und Ausblicke. 

Die geladenen Vertreter aus Politik, aus gesellschaftlichen und Kirchenkreisen sowie der eigenen Mitarbeiterschaft hieß Ulrich Schülbe, Vorstand der Diakonie Münster, am Donnerstagnachmittag im Factory Hotel herzlich willkommen. Dabei stand die Veranstaltung nicht zuletzt durch die Jahreslosung, den jährlichen biblischen Leitvers, ganz im Zeichen der Bewegung. „Wo stehen wir als Diakonie? Was hat uns bewegt, wo geht die Reise hin?“, eröffnete Schülbe. 

 

Miteinander stark

Unter dem Stichwort der Zukunftsfähigkeit sei hier das Personal wichtigste Stütze. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitern ist die Diakonie Münster bedeutender Arbeitgeber in der Region.

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Ulrich Schülbe weiß um die besondere Verantwortung, die sich aus dem diakonischen Auftrag, der tätigen Nächstenliebe, auch gegenüber den eigenen Mitarbeitenden ergibt. Bereits im Jahr 2016 hatte sich die Diakonie Münster daher durch das Institut Great Place to Work® hinsichtlich Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen unabhängig evaluieren lassen. Seitdem haben sich Arbeitsgruppen zu den verschiedenartigen identifizierten Kernthemen gebildet, die kontinuierlich an Entwicklungsvorschlägen und deren Umsetzung arbeiten. „Mit Erfolg!“, so Schülbe. „In einer zweiten Befragungsrunde Mitte letzten Jahres haben wir hierzu positives Feedback seitens unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten. Und ich kann sagen: Wir bleiben dran. Wir möchten die Begeisterung für eine Tätigkeit im Bereich der sozialen Dienste und konkret bei der Diakonie Münster weiter erhalten und aktiv fördern.“

Auch rein praktisch bewegt sich etwas bei der Diakonie Münster. Verschiedene Bauprojekte wurden angestoßen und auf den Weg gebracht. Im Stadtteil Coerde konnte im letzten Jahr der Neubau von vierzehn alternsgerechten Wohnungen fertiggestellt werden, die in das soziale und räumliche Netzwerk der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde eingebettet sind und deren Bewohner bei Bedarf auf unterstützende Angebote der Diakonie Münster zugreifen können. Für 2019 wird die Errichtung des Diakonischen Zentrums im Stadtteil Kinderhaus konkret. „Viel Herzblut steckt in diesem Projekt, das im Geschäftsbereich der Kinder-, Jugend- und Familiendienste verortet ist.“ Am Standort Westhoffstraße werden im Zuge einer Neubebauung eine Heilpädagogische Tagesgruppe mit integrierter Bildungs- und Beratungsstelle sowie eine Jugendwohngemeinschaft entstehen. Neben den sozialraumorientierten Angeboten in den Stadtteilen auch Präsenz im städtischen Raum zu zeigen, wird ebenfalls weiterhin möglich sein. Für den Hauptstandort des Geschäftsbereichs „Beratung und Bildung“ konnten nach Auslaufen des Mietvertrags am Hörster Platz neue Räumlichkeiten am Alten Steinweg gefunden werden. Der Umzug erfolgt Mitte des Jahres.

Diakonie 2020

2020 ist großes Jubiläumsjahr bei der Diakonie Münster. Im Stadtgebiet bildet das Angebot seit 1945 eine Konstante. Heute ist die Diakonie Münster an mehr als 50 Standorten in Münster und Umgebung präsent: Beratung und Bildung, Betreuung und Pflege oder seelsorgerische Betreuung - das Angebot ist breit gefächert. Aber nicht nur der Verein feiert sein 75-jähriges Bestehen. Auch im Bereich der Seniorendienste darf gefeiert werden: Die Seniorenzentren Martin-Luther-Haus in Münster und Matthias-Claudius-Haus in Greven-Reckenfeld können 2020 auf ihr 60- beziehungsweise 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Zehnjähriges Bestehen feiert die Wohngemeinschaft Schulstraße für dementiell erkrankte Menschen.

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Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster und neuer Vorsitzender des Verwaltungsrates Ulf Schlien sprach über die Jahreslosung: Suche Frieden und jage ihm nach. „In Bewegung kommen, Frieden suchen, finden, machen.“, für Schlien Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe im Privaten wie im Öffentlichen, der sich auch die Diakonie Münster weiterhin verschreiben werde. Ob auf politischer, gesellschaftlicher oder zwischenmenschlicher Ebene, die Diakonie als soziale Arbeit der Kirche geht als Dialogpartner auf die Menschen zu und lädt sie ein. „Jagen“, so Schlien, „meint kein kopfloses Agieren. Vielmehr fordert uns die Jahreslosung auf, stets in Bewegung und suchend zu bleiben.“

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Musikalisch wurde das Programm ergänzt durch Sängerin Margarete Möllers, die, mal auf hochdeutsch, mal auf „Platt“,

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Lieder und Chansons der 1930er bis 1980er Jahre sang. EMMA-Redakteurin und Autorin Chantal Louis las Auszüge aus ihrem Roman „Ommas Glück“, in dem sie das Leben ihrer Großmutter in einer Wohngemeinschaft für dementiell erkrankte Menschen mit viel Herz und Charme beleuchtet.

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